MATRATZEN-RATGEBER


Welche Informationen zu meinem Schlafverhalten benötige ich für die Auswahl der richtigen Matratze?

Folgende Aspekte muss ich beachten?

  • die Schlafposition
  • das Gewicht
  • das Temperaturempfinden
  • Allergien
  • Orthopädie
  • das Schlafverhalten

Die verschiedenen Matratzentypen im Vergleich

Federkern

  • Aufbau: Miteinander verbundene Stahlfedern, Kern ummantelt mit einer Polsterung, in Liegezonen unterteilt durch unterschiedliche Drahtstärken oder Spannung der Federn.
  • Eigenschaften: Preisgünstig, gute Flächenelastizität, gute Luftzirkulation und optimales Schlafklima, sehr hohe Stützkraft, bei hohem Körpergewicht empfehlenswert
  • Liegegefühl: kaum einsinken in die Matratze, Sie liegen eher fest. Der Körper wird sehr gut gestützt.
  • Für wen geeignet: Optimal für Rücken- und Bauchschläfer, auch geeignet bei starkem nächtlichen Schwitzen und/oder einem hohen Körpergewicht.
  • Nachteile: Geräuschbildung möglich, hohes Gewicht, nicht für verstellbare Lattenroste geeignet, für Personen mit hohem Körpergewicht nicht zu empfehlen, da der normale Federkern stark nachfedert.

Taschenfederkern

  • Aufbau: Einzeln in Taschen eingenähte Federn, Kern ummantelt mit einer Polsterung, in Liegezonen unterteilt durch unterschiedliche Drahtstärken oder Spannung der Federn.
  • Eigenschaften: Gute Punktelastizität, sehr gute Luftzirkulation und optimales Schlafklima, sehr hohe Stützkraft.
  • Liegegefühl: Sie spüren die stützende Wirkung der Matratze, sinken nicht sehr tief ein und liegen mittelweich bis mittelfest.
  • Für wen geeignet: Optimal für alle Schlafpositionen, auch geeignet bei starkem nächtlichen Schwitzen und/oder einem hohen Körpergewicht.
  • Nachteile: kaum Geräuschbildung bei gutem Matratzenaufbau, hohes Gewicht, bedingt für verstellbare Lattenroste geeignet.

Kaltschaum

  • Aufbau: In Liegezonen unterteilt durch Einschnitte im Kaltschaumkern; je höher der Kern, desto besser die Körperanpassung.
  • Eigenschaften: hohe Stützkraft, geringes Eigengewicht, hohe Flexibilität, komplett geräuschfrei, hervorragende Punkelastizität, gute Wärmeisolation, gute Kaltschaum-Matratzen sind schadstoff-frei nach Öko-Tex Standard 100
  • Liegegefühl: stützende Wirkung, Sie sinken nicht sehr tief ein und liegen mittelweich bis mittelfest.
  • Für wen geeignet: Ideal für alle Liegepositionen, auch wenn Sie nachts relativ unruhig schlafen und sich oft drehen.
  • Nachteile: geruchsbindend nach dem Auspacken aufgrund chemischer Prozesse, für schnell schwitzende Personen geeignet (gilt nicht für alle Kaltschaum-Matratzen)

 

Viscoschaum

  • Aufbau: Kaltschaumkern mit Viscoschaumauflage, in Liegezonen unterteilt durch Einschnitte im Kaltschaum.
  • Eigenschaften: sehr gute Anpassungsfähigkeit, Geräuschfreiheit, ausgezeichnete Punkelatizität, schwere Körperpartien werden besser entlastet
  • Liegegefühl: mittelweich bis mittelfest und beinahe schwerelos ohne fühlbare Druckunterschiede an den verschiedenen Körperbereichen.
  • Für wen geeignet: Geeignet für alle Schlafpositionen, perfekt für die Seitenlage. Ideal auch bei Rückenproblemen. Nicht empfehlenswert bei unruhigem Schlaf. Geeignet für Personen die Druckempfindlich sind.
  • Das ist wichtig: Die Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte mindestens 18 °C betragen, sonst ist die Matratze zu hart und kann sich nicht optimal anpassen. Je häufiger Sie sich im Schlaf drehen, desto dünner sollte die Viscoschaumauflage der gewählten Matratze sein.

Gelax

  • Aufbau: Comfortflex®-Schaum mit Gelax®-Auflage, in Liegezonen unterteilt durch Einschnitte im Comfortflex®-Schaum.
  • Eigenschaften: Beste Druckentlastung durch perfekte Körperanpassung, sehr gute Punktelastizität, hochelastisch, schnelle Rückstellfähigkeit, atmungsaktiv.
  • Liegegefühl: Sie liegen weich bis mittelweich, ohne zu tief einzusinken, mit nahezu schwerelosem, druckentlastendem Liegeempfinden.
  • Für wen geeignet: Geeignet für alle Schlafpositionen, je nach Höhe der Gelax®-Auflage auch perfekt für die Seitenlage sowie bei Rückenproblemen. Kann zudem bei unruhigem Schlaf und vermehrtem Schwitzen sehr gut verwendet werden.
  • Das ist wichtig: Je höher die Gelax®-Auflage, desto weicher wird die Matratze. Der Härtegrad ergibt sich in der Regel aus der Stauchhärte des Comfortflex®-Schaums, der zudem für die unterschiedlichen Liegezonen verantwortlich ist.

Latex

  • Aufbau: In Liegezonen unterteilt durch verschiedene Lochstärken im Latexkern.
  • Eigenschaften: sehr hygienisch, gute Anpassungsfähigkeit, geräuschfrei, geringe Anfälligkeit für Milbenbefall
  • Liegegefühl: Sie liegen weich und sinken relativ weit ein. Die Matratze passt sich der Körperkontur exakt an.
  • Für wen geeignet: Ideal, wenn Sie auf der Seite schlafen und gerne weich liegen.
  • Nachteile: recht schwer, unhandlich

Was ist ein Topper?

Der Topper ist eine Komfort-Auflage auf der eigentlichen Matratze.

Als Topper wird eine flach ausgeführte Matratze bezeichnet, die meist zwischen etwa vier und zehn Zentimetern hoch ist. Diese dünne Matratze kommt als Zusatzausstattung auf die eigentliche Matratze des Bettes und bildet den oberen Abschluss im Boxspring-Aufbau.

Vorteile: weiches Liegen, schon die Matratze

Topper-Typen: Visco-Schaum, Kaltschaum, Gelschaum oder Kombinationen daraus

Das ist wichtig: wichtig ist, dass der Bezug abnehmbar uns idealerweise bis 60° oder mehr waschbar ist.

Welche Matratze für welchen Typ

  • Allergiker: wir empfehlen eine hygienische Latexmatratze oder eine Kaltschaummatratze. Wichtig ist, dass der Bezug abnehmbar und idealerweise bis 60° oder mehr waschbar ist.
  • Seitenschläfer: hier empfiehlt sich eine Viskomatratze oder eine Klatschaum-Matratze
  • Bauchschläfer: Sie sollten sich für eine stabile Federkern-oder Taschenfederkernmatratze entscheiden
  • Rückenschläfer: auch hier empfiehlt sich eine Federkernmatratze
  • Stark schwitzende Personen: Aufgrund der guten Luftzirkulation eignen sich Federkernmatratzen besonders gut
  • Schnell frierende Personen: falls man nachts leicht anfängt zu frieren, sollte man sich für eine Kaltschaum- oder Viscomatratze entscheiden. Entscheidend ist auch der Bezug. Ein Feinpolster aus Schafschurwolle wärmt angenehm uns ist Temperaturausgleichend.
  • Preisgünstig: In der Regel sind Federkernmatratzen schon für kleines Geld erhältlich
  • Kinder: für Kinder sollte unbedingt eine Matratze mit gesundheitlich unbedenklichen Inhaltstoffen gewählt werden und die das Wachstum der Wirbelsäule fördern. Diese Voraussetzungen würden Kaltschaum-, Federkern- und Naturlatexmatratzen erfüllen.
  • Rückenschmerzen: Bei starken Rückenschmerzen eignet sich besonders gut eine Viscomatratze oder ein besonderes Bettsystem, bestehend aus Matratzen und passender, flexibler Unterfederung. Hier empfiehlt sich, die Beratung durch geschultes Fachpersonal.
  • Übergewichtige Personen: hier empfehlen wir eine Federkernmatratze, diese kann den Körper ausreichend stützen.

Welcher Härtegrad ist der richtige für mich?

Die auf den Tabellen aufgeführte Härtegarde sind lediglich Anhaltspunkte, an denen man sich orientieren kann.

Entscheidend ist das eigene Liegegefühl. Das kann abhängig sein von:

Alter
Weiblich/männlich
Besondere Rückenformen
Sportler/Nichtsportler

Das Raumgewicht

Das Raumgewicht (RG) gibt an, wie viel Kilogramm Rohmaterial für einen Kubikmeter des Matratzenkerns aufgeschäumt wurden. Je geringer das Raumgewicht desto mehr und größere Poren hat der Schaumstoff, dadurch kommt es schneller zu Kuhlenbildungen und die Lebensdauer der Matratze ist kürzer. Je höher das Raumgewicht, desto formstabieler und hochwertiger ist die Matratze.

  • RG 20 bis 25: Niedrige Qualität und geringe Lebensdauer (1-2 Jahre)
  • RG 30 bis 35: Mittlere Qualität und mittlere Lebesdauer (etwa 3-6 Jahre)
  • RG über 40: Hochwertige Matratze, Lebensdauer 6-8 Jahre
  • RG über 50: Sehr hochwertige Matratze. Auch ideal für schwere Personen und größeren Belastungen, Lebensdauer 8-10 Jahre
  • RG über 60: Top-Qualität und sehr gute Haltbarkeit (über 10 Jahre)